IBD beim Hund: Symptome, Ernährung und Prognose

Die Diagnose IBD beim Hund steht oft am Ende eines langen Weges. Monate mit wiederkehrendem Durchfall, Erbrechen, Futterwechseln und Tierarztbesuchen liegen dann meist schon hinter Hund und Halterin. Und mit der Diagnose kommen neue Fragen: Was bedeutet sie genau? Welches Futter ist das richtige? Und warum geht es dem Hund trotz aller Bemühungen manchmal wieder schlechter?

In meiner Praxis begleite ich Hunde mit chronischen Darmbeschwerden, und ich weiß, wie viel Geduld und Kraft dieser Weg kosten kann, für den Hund ebenso wie für seine Menschen.

In diesem Artikel erfährst Du, was IBD aus tiermedizinischer Sicht bedeutet, wie die Diagnose gestellt wird und welche Rolle die Ernährung spielt. Außerdem zeige ich Dir, wie der Ayurveda chronische Darmbeschwerden einordnet, warum Rückfälle zum Krankheitsbild gehören und was Du selbst tun kannst, um Deinen Hund auf diesem Weg zu unterstützen.



Was ist IBD beim Hund?

IBD beim Hund steht für Inflammatory Bowel Disease, eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut, deren Ursache sich bis heute nicht eindeutig bestimmen lässt. Sie verläuft meist in Schüben mit Durchfall, Erbrechen oder Gewichtsverlust, die sich mit beschwerdefreien Zeiten abwechseln.
Wichtig ist: IBD ist eine Ausschlussdiagnose. Sie wird erst gestellt, wenn Parasiten, Futtermittelunverträglichkeiten oder -allergien und andere Erkrankungen als Ursache ausgeschlossen sind.

 

Übersetzt bedeutet IBD chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Gemeint ist eine anhaltende Entzündung der Darmschleimhaut, deren genaue Ursache nicht bekannt ist.

Was viele Menschen mit einem betroffenen Hund nicht wissen: Nicht jeder Hund, bei dem von IBD gesprochen wird, hat tatsächlich eine gesicherte IBD-Diagnose.

Um eine solche Entzündung nachzuweisen, muss eine Gewebeprobe aus dem Darm untersucht werden. Dabei lässt sich erkennen, ob und in welchem Ausmaß sich Entzündungszellen in der Darmschleimhaut befinden. Die Gewebeprobe verrät uns allerdings nicht unbedingt, wodurch die Entzündung entstanden ist. Ähnliche Veränderungen können zum Beispiel auch bei Hunden auftreten, deren Darm auf bestimmte Futterbestandteile reagiert.

Deshalb ist IBD eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Bevor sie gestellt werden kann, müssen andere mögliche Ursachen für die Beschwerden untersucht und, soweit möglich, ausgeschlossen werden.

In der Praxis, so ist meine Erfahrung, wird der Begriff IBD allerdings häufig schon verwendet, wenn ein Hund seit längerer Zeit unter wiederkehrenden Verdauungsproblemen leidet. Die Tiermedizin spricht jedoch in solchen Fällen zunächst allgemeiner von einer chronischen Enteropathie.

Chronische Enteropathie: Was bedeutet das eigentlich?

Eine chronische Enteropathie, abgekürzt CE, liegt vor, wenn ein Hund länger als drei Wochen anhaltende oder wiederkehrende Magen-Darm-Beschwerden zeigt und andere mögliche Ursachen bereits abgeklärt wurden. Ob das Futter, die Darmflora oder eine Fehlreaktion des Immunsystems die Ursache ist, bleibt damit jedoch noch offen.

Zwei Hunde können ganz ähnliche Beschwerden haben und trotzdem auf völlig unterschiedliche Maßnahmen ansprechen. Die Tiermedizin unterscheidet deshalb verschiedene Formen chronischer Enteropathien, unter anderem danach, worauf ein Hund anspricht:

  • Futterresponsive Enteropathie: Bei diesen Hunden reicht eine gezielte Ernährungsumstellung, um die Verdauung zu stabilisieren. Oft zeigt sich das schon nach zwei bis vier Wochen.

  • Immunsuppressiva-responsive Enteropathie: Diese Hunde benötigen zusätzlich Medikamente, die entzündliche Immunreaktionen unterdrücken. Diese Form entspricht der IBD im engeren Sinn.

  • Nicht ansprechende, sogenannte refraktäre Enteropathie: Bei diesen Hunden lassen sich die Beschwerden trotz verschiedener Versuche nur schwer kontrollieren.

Früher wurde außerdem die antibiotikaresponsive Enteropathie als eigene Gruppe beschrieben. Da Antibiotika das Darmmikrobiom jedoch verändern und die Beschwerden nach dem Absetzen nicht selten zurückkehren, wird ihr Einsatz bei chronischen Darmerkrankungen heute zu Recht, deutlich kritischer gesehen.

Daneben gibt es weitere Einteilungen, die vor allem für die tierärztliche Diagnostik wichtig sind. Wurde eine Gewebeprobe untersucht, beschreibt der Befund, welche Entzündungszellen in der Darmschleimhaut gefunden wurden. Außerdem lässt sich der Schweregrad über Punktesysteme einschätzen, die zum Beispiel Appetit, Kotbeschaffenheit und Gewichtsverlust bewerten.

Yorkshire Terrier beim Kotabsatz auf der Wiese, Kotbeschaffenheit und Häufigkeit geben Hinweise bei IBD

Welche Symptome zeigen Hunde mit IBD?

Die Beschwerden bei IBD können von Hund zu Hund sehr unterschiedlich sein. Manche Hunde haben vor allem Durchfall, andere erbrechen immer wieder, bei wieder anderen fällt zuerst auf, dass sie langsam an Gewicht verlieren, obwohl sie gut fressen. Typisch für IBD ist jedoch der Verlauf in Schüben: Auf Wochen mit deutlicher Symptomatik, können Zeiten folgen, in denen es dem Hund richtig gut geht.

Zu den möglichen Anzeichen gehören:

  • wiederkehrender Durchfall, von breiig bis wässrig

  • wiederkehrendes Erbrechen

  • schleichender Gewichtsverlust

  • wechselnder Appetit, von auffallend großem Hunger bis zur Futterverweigerung

  • hörbare Darmgeräusche und möglichen Blähungen

  • Bauchschmerzen und deutliches Unwohlsein

Gerade Bauchschmerzen sind bei Hunden nicht immer leicht zu erkennen, denn viele Hunde sind Meister darin, ihr Unwohlsein zu verbergen. Das liegt in ihrer Natur.

Manche krümmen den Rücken auf oder nehmen mehrmals am Tag die sogenannte Gebetshaltung ein: Sie legen den Vorderkörper tief auf den Boden, während das Hinterteil nach oben gestreckt bleibt. Das sieht aus wie eine gewöhnliche Dehnung, und nicht jedes Strecken ist dabei ein Hinweis auf Beschwerden - das ist mir an dieser Stelle wichtig zu erwähnen. Aufmerksam werden darfst du, wenn Dein Hund diese Haltung auffällig oft einnimmt, länger darin verharrt oder sie zum Beispiel nach jedem Fressen zeigt.

Auch häufiges Schmatzen, Schlecken, vermehrtes Grasfressen oder das Ablecken von Böden können auf Übelkeit oder andere Beschwerden im Magen-Darm-Trakt hinweisen. Keine dieser Verhaltensweisen ist allerdings ein eindeutiges Zeichen für IBD.

Wie sich Dünndarm- und Dickdarmbeschwerden unterscheiden

Bei der Untersuchung chronischer Verdauungsbeschwerden spielt auch die Frage eine Rolle, welcher Darmabschnitt hauptsächlich betroffen ist.

Dabei können Deine Beobachtungen sehr hilfreich sein. Denn je nachdem, ob die Beschwerden überwiegend vom Dünndarm oder vom Dickdarm ausgehen, können sich unterschiedliche Kotbilder zeigen.

Typische Hinweise auf eine Dünndarmproblematik:

  • größere Kotmengen, häufig weich bis wässrig

  • normale oder nur leicht erhöhte Häufigkeit des Kotabsatzes

  • Gewichtsverlust, insbesondere bei gestörter Nährstoffaufnahme

  • möglicherweise begleitendes Erbrechen

  • bei Blutungen im oberen Verdauungstrakt unter Umständen schwarzer, teerartiger Kot

Typische Hinweise auf eine Dickdarmproblematik:

  • häufiger Kotabsatz, meist in kleineren Mengen

  • Schleimauflagerungen auf dem Kot

  • gelegentlich frisches, hellrotes Blut

  • ausgeprägter Kotdrang und Pressen

  • das Körpergewicht bleibt häufig stabil

Allerdings lassen sich leider die Beschwerden nicht immer so eindeutig einem Darmabschnitt zuordnen. Manche Hunde können auch Anzeichen aus beiden Bereichen zeigen.

Das Kotbild liefert deshalb wichtige Hinweise, ersetzt aber keine weiterführende Diagnostik.

Wie sich ein neuer Schub bemerkbar machen kann

In meiner Praxis und in der Begleitung vieler Hunde mit chronischen Darmbeschwerden beobachte ich, dass sich ein neuer Schub nicht immer direkt mit Durchfall und Erbrechen ankündigt.

Manche Hunde zeigen zunächst eher unscheinbare Veränderungen. Sie sind unruhiger, ziehen sich vielleicht etwas zurück, schmatzen häufiger, vor allem nachts, oder lassen die eine oder andere Mahlzeit stehen. Bei anderen berichten mir die Halter:innen von vermehrten Darmgeräuschen am Abend oder in der Nacht, oder davon, dass sich die Kotbeschaffenheit allmählich wieder verändert.

Als häufige Auslöser von Schüben gelten Stress, Futterumstellungen und akute Infekte. Zu einer Futterumstellung können dabei schon kleinste Mengen gehören, etwa Leckerchen, die andere Menschen gut gemeint zustecken.

In diesem Sommer habe ich außerdem häufiger erlebt, dass die lang anhaltende Hitze manchen Hunden so zu schaffen machte, dass sie mit einem erneuten Schub reagierten. Die Phase, bis sich alles wieder beruhigt hat, ist für alle Beteiligten oft langwierig.

Wann Du tierärztliche Hilfe aufsuchen solltest

Viele Halter:innen kennen die Schübe ihres Hundes mit der Zeit gut: wie sie beginnen, wie lange sie dauern und was zur Unterstützung hilft. Verläuft ein Schub ähnlich wie bisher, kannst Du Dich zunächst an dem Vorgehen orientieren, das Du bereits mit Deiner Tierarztpraxis bzw. Tierheilpraktkerin besprochen hast.

Anders ist es, wenn sich etwas von den bisherigen Schüben unterscheidet. Dann sollte Dein Hund tierärztlich untersucht werden, vor allem bei:

  • Erbrechen oder Durchfall, die stärker sind oder länger anhalten als sonst

  • blutigem Durchfall, insbesondere zusammen mit Schwäche oder Kreislaufproblemen

  • einem schmerzhaften, aufgeblähten Bauch

  • fortschreitendem Gewichtsverlust

  • Schwellungen am Bauch oder an den Beinen

Bei Kreislaufproblemen oder einem stark schmerzhaften, aufgeblähten Bauch solltest Du sofort tierärztliche Hilfe suchen.

Schwellungen können entstehen, wenn über den erkrankten Darm größere Mengen Eiweiß verloren gehen. Fachleute sprechen dann von einer eiweißverlierenden Enteropathie (PLE). Dabei handelt es sich um eine ernst zu nehmende Komplikation, die rasch abgeklärt werden sollte.

Neugeborene Welpen trinken bei ihrer Mutter, in den ersten Lebenswochen entwickelt sich das Darmmikrobiom

Schon in den ersten Lebenswochen entwickelt sich das Darmmikrobiom eines Welpen, geprägt von der Mutterhündin und der Umgebung in der Welpenstube.

Wie entsteht IBD beim Hund?

Eine einzelne Ursache für IBD gibt es nach heutigem Wissensstand nicht. Die Tiermedizin geht davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenkommen und sich gegenseitig verstärken, etwa die Erbanlagen des Hundes, sein Immunsystem, die Darmflora und das Futter.

Meiner Beobachtung nach spielt außerdem oft eine Rolle, wie die Elterntiere ernährt wurden und unter welchen Bedingungen der Hund aufgewachsen ist, ob beim Züchter oder, bei Hunden aus dem Tierschutz, in den ersten Wochen und Monaten seines Lebens.

Bei manchen Hunderassen treten chronische Darmentzündungen häufiger auf als bei anderen. In einer britischen Studie hatten Weimaraner, Rottweiler, Deutsche Schäferhunde, Border Collies und Boxer ein erhöhtes Risiko, an IBD zu erkranken (Kathrani und andere, 2011). Daneben gibt es Rassen, die zu bestimmten Sonderformen neigen: junge Boxer und Französische Bulldoggen zu einer besonderen Form der Dickdarmentzündung, der granulomatösen Colitis (Manchester und andere, 2013), und Yorkshire Terrier, Shar Pei und Soft Coated Wheaten Terrier zu einem verstärkten Eiweißverlust über den Darm. Eine Rassezugehörigkeit bedeutet allerdings nicht, dass ein Hund erkranken wird. Und auch Mischlinge können eine IBD entwickeln.

Eine zentrale Rolle bei IBD hat das Immunsystem des Darms. Es hat jeden Tag eine anspruchsvolle Aufgabe: Es muss Nahrungsbestandteile und nützliche Darmbakterien dulden und gleichzeitig Krankheitserreger abwehren. Bei einem gesunden Hund gelingt diese Unterscheidung zuverlässig. Bei IBD reagiert das Immunsystem dagegen dauerhaft auf Stoffe, die eigentlich harmlos sind, etwa auf bestimmte Futterbestandteile oder die eigene Darmflora. Fachleute sprechen hier von einem Verlust der Immuntoleranz.

Welche Folgen hat die Entzündung im Darm

Durch diese anhaltende Abwehrreaktion sammeln sich Entzündungszellen in der Darmschleimhaut an. Welche Beschwerden daraus entstehen, hängt davon ab, wie stark die Entzündung ist und welche Darmabschnitte betroffen sind:

  • Die Nährstoffaufnahme kann sich verschlechtern, wenn die Schleimhaut sich verdickt. Deshalb verlieren manche Hunde an Gewicht, obwohl sie ausreichend fressen.

  • Die Darmbewegungen können sich verändern. Die normale Bewegung wird langsamer, zwischendurch kommt es jedoch zu plötzlichen und heftigen Kontraktionen. Das kann zu Krämpfen, Bauchgeräuschen und Durchfall führen.

  • Der Darm bildet häufig mehr Schleim, um sich zu schützen. Vor allem bei Beteiligung des Dickdarms ist er dann auf dem Kot zu sehen, manchmal auch gelblich gefärbt.

  • Die Darmwand kann durchlässiger werden. Bestandteile aus dem Darminhalt kommen dadurch leichter mit dem Immunsystem in Kontakt, was die Entzündung weiter verstärken kann. Mehr darüber erfährst Du in meinem Artikel über Leaky Gut beim Hund.

Darmmikrobiom und Entzündung beeinflussen sich gegenseitig

Bei vielen Hunden mit chronischen Darmentzündungen ist auch die Zusammensetzung des Darmmikrobioms verändert. Man spricht dann von einer Dysbiose. Nach heutigem Stand ist sie beim Hund meist eine Folge der Entzündung (Pilla und Suchodolski, 2020), sie kann die Entzündung aber auch weiter verstärken. Die Entzündung verändert die „Lebensbedingungen“ der Darmbakterien, und ein verändertes Darmmikrobiom kann wiederum entzündliche Reaktionen begünstigen.

Deshalb reicht es bei IBD meist nicht aus, sich nur auf das Darmmikrobiom zu konzentrieren und Probiotika zu verabreichen. Meiner Erfahrung nach können Probiotika die Beschwerden sogar verstärken, solange die Darmschleimhaut noch stark entzündet ist. Auch in der Fachliteratur wird deshalb empfohlen, zuerst die Schleimhaut zu unterstützen und Prä- und Probiotika erst danach behutsam einzuführen. Neben der Entzündung, der Ernährung und weiteren möglichen Auslösern gehören also auch die Schleimhaut und die Verdauungskraft mit in den Blick der Behandlung.

Welche Faktoren noch eine Rolle spielen können - und ebenso wichtig sind

Neben den Erbanlagen und dem Futter werden weitere Einflüsse beschrieben, die eine chronische Darmentzündung begünstigen können. Dazu gehören - und das beobachte ich in meiner Praxis immer wieder, ein starker oder langandauernder Befall mit Giardien, vor allem im jungen Alter, und häufige oder lange Gaben von Antibiotika, die die Darmflora stark verändern können.

Auch Stress kann die Darmfunktion beeinflussen und bestehende Beschwerden verstärken. Dass Stress allein eine IBD verursacht, ist allerdings nicht nachgewiesen.

Wie all diese Faktoren bei einem einzelnen Hund zusammenwirken, lässt sich meist nicht genau bestimmen. Auch deshalb können sich chronische Darmerkrankungen bei zwei Hunden so unterschiedlich entwickeln. Oft vergehen Monate oder Jahre, bevor die ersten deutlichen Beschwerden auftreten. Wie solche Entwicklungen verlaufen, beschreibe ich im Artikel über chronische Erkrankungen bei Hund und Pferd.

Aufgeschlagenes Buch mit dem Begriff Inflammatory Bowel Disease (IBD) neben einem Stethoskop, chronische Darmentzündung beim Hund

Wie wird IBD beim Hund diagnostiziert?

Weil IBD eine Ausschlussdiagnose ist, steht am Anfang die Frage, welche anderen Erkrankungen hinter den Beschwerden stecken könnten. Die Untersuchungen führen deshalb meist Schritt für Schritt vom Allgemeinen zum Speziellen. Welche Untersuchungen notwendig sind und in welcher Reihenfolge sie erfolgen, hängt auch davon ab, wie schwer die Beschwerden sind.

Die Vorgeschichte als erster Baustein

Bevor Proben genommen werden, lohnt sich ein genauer Blick auf den bisherigen Verlauf der Erkrankung: Wann haben die Beschwerden begonnen? Was wurde wann gefüttert, auch in der Welpenstube und, wenn möglich, bei den Elterntieren? Welche Medikamente, Entwurmungen oder Futterwechsel gab es, und wie hat Dein Hund darauf reagiert?

Hilfreich ist es, alle Befunde und Behandlungsversuche einmal in zeitlicher Reihenfolge aufzuschreiben. So werden Zusammenhänge sichtbar, die im Alltag leicht untergehen.

Blut- und Kotuntersuchungen

Zu den ersten Untersuchungen gehören in der Regel:

  • Kotuntersuchung auf Parasiten und Giardien. Da manche Parasiten nicht mit jeder Kotportion ausgeschieden werden, kann eine Sammelkotprobe über drei Tage sinnvoll sein.

  • Blutbild und Organwerte: Sie helfen, den allgemeinen Gesundheitszustand einzuschätzen und mögliche Erkrankungen außerhalb des Darms zu erkennen.

  • Bauchspeicheldrüse: Mit speziellen Blutwerten lässt sich beispielsweise überprüfen, ob eine exokrine Pankreasinsuffizienz vorliegt. Bei entsprechendem Verdacht kann auch eine Untersuchung auf eine Pankreatitis sinnvoll sein.

  • Nebenniere: Ein Morbus Addison oder auch atypischer Addison, kann ähnliche Beschwerden wie eine chronische Darmerkrankung verursachen und sollte bei entsprechenden Hinweisen ausgeschlossen werden

  • Vitamin B12 und Folsäure: Niedrige Werte können darauf hinweisen, dass der Dünndarm Nährstoffe nicht optimal aufnimmt. Ein B12 Mangel sollte daher immer ausgeglichen werden.

  • Albumin: Ein niedriger Albuminwert kann unter anderem auf einen Eiweißverlust über den Darm hinweisen und erfordert eine weitere Abklärung.

Je nach Situation können weitere Kotuntersuchungen hinzukommen, etwa zur Verdauungsleistung oder zu Entzündungszeichen in der Darmschleimhaut. Ein Ultraschall kann zudem zeigen, ob die Darmwand verdickt ist, und hilft, andere Ursachen wie Fremdkörper oder Tumore auszuschließen.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei Hunden mit IBD?

Die Ernährung spielt bei chronischen Darmerkrankungen eine wichtige Rolle. Bei vielen Hunden lassen sich die Beschwerden bereits durch eine gezielte Futterumstellung deutlich verbessern. Andere benötigen zusätzlich Medikamente oder eine individuelle naturheilkundliche Unterstützung.

Doch welches Futter ist das richtige?

Diese Frage beschäftigt viele meiner Patientenbesitzer:innen wenn sie zu mir kommen. Leider lässt sie sich aus meiner Sicht, nicht pauschal beantworten. Welche Futtermittel ein Hund verträgt, hängt von seiner Vorgeschichte, seiner Verdauungskraft und dem Zustand seiner Darmschleimhaut ab.

Was möchten wir mit der Ernährung erreichen?

Bei einer chronischen Darmentzündung geht es zunächst darum, den Verdauungstrakt möglichst wenig zu belasten und den Hund gleichzeitig ausreichend mit Energie und allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen.

Eine geeignete Ernährung soll dazu beitragen, Beschwerden zu reduzieren, die Nährstoffversorgung zu verbessern und bei futterresponsiven Erkrankungen die Entzündungsaktivität zu verringern. Dabei kommt es auf die Auswahl der einzelnen Futtermittel an, aber ebenso auch auf ihre Verdaulichkeit, die Zusammensetzung der gesamten Ration und die individuellen Bedürfnisse des Hundes.

Die Ausschlussdiät: eine neue Eiweißquelle über mehrere Wochen

Bei einer Ausschlussdiät bekommt Dein Hund eine Eiweißquelle und eine Kohlenhydrat- oder Gemüsequelle, die er bisher noch nie, oder wenn dies nicht möglich ist, möglichst selten, gefressen hat.

Als Alternative dazu, wird häufig ein Futter empfohlen, in dem das Eiweiß so stark aufgespalten ist, dass das Immunsystem es nicht mehr erkennen soll. Das kann den Verdauungstrakt entlasten. Allerdings enthält auch dieses Futter weitere Bestandteile, etwa die Kohlenhydratquelle, Fette oder Zusatzstoffe, auf die ein Hund ebenfalls reagieren kann. Eine Ausschlussdiät im eigentlichen Sinn ist es für mich deshalb nicht.

Erste Verbesserungen zeigen sich oft nach zwei bis vier Wochen. Für eine sichere Beurteilung sollte die Fütterung aber sechs bis acht Wochen ohne Ausnahme beibehalten werden, also ohne andere Futtersorten, Kauartikel, Tischreste oder Leckerchen aus anderen Eiweißquellen. Erst wenn sich die Verdauung stabilisiert hat, werden weitere Bestandteile nach und nach einzeln eingeführt. Nur so lässt sich genau beurteilen, was nicht vertragen wird, und das entsprechende Futtermittel kann dauerhaft vom Speiseplan gestrichen werden.

Gibt es nicht das eine richtige Futter für Hunde mit IBD?

So gerne ich diese Frage mit „Ja“ beantworten würde, so leid tut es mir, dass es dieses eine Futter leider nicht gibt. Ich glaube, sonst wären wir alle, die Hunde mit Darmerkrankungen begleiten, sehr glücklich. 😉

In der Ernährungsberatung werde ich oft nach der richtigen Fütterungsform gefragt. Ist selbst gekochtes oder rohes Futter besser? Sollte es ein spezielles Trockenfutter sein? Oder ist Nassfutter die bessere Wahl? Auch hier zeigt meine Erfahrung, dass es nicht die eine Form gibt, die für jeden Hund mit einer chronischen Darmerkrankung geeignet ist.

Auch ein hochwertiges Nassfutter kann eine gute Möglichkeit sein. Wichtig ist mir dabei eine möglichst transparente Deklaration. Gerade bei Hunden mit Futtermittelunverträglichkeiten möchte ich nachvollziehen können, welche tierischen Bestandteile tatsächlich enthalten sind. Die allgemeine Angabe „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“ reicht mir dafür nicht aus.

Von einer Rohfütterung (BARF) rate ich bei Hunden mit chronischen Darmentzündungen in der Regel ab. BARF wird gelegentlich als besonders natürliche Ernährungsform dargestellt, die bei IBD helfen soll, belegt ist das jedoch nicht. Hinzu kommen hygienische Risiken durch mögliche Krankheitserreger im rohen Futter und eine schlechtere Verdaulickeit.

Entscheidend ist für mich deshalb nicht, ob das Futter trocken, nass oder selbst gekocht ist. Viel wichtiger ist, dass die Ration zum jeweiligen Hund, seiner aktuellen Verdauungsleistung und dem Beschwerdebild passt und ihn zuverlässig mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt.

Leckerchen und Kauartikel: oft unterschätzt

Mir fällt in meiner Praxis häufig auf, dass Hunde mit chronischen Magen-Darm-Beschwerden über den Tag verteilt sehr viele Leckerchen bekommen. Oft geschieht das ganz nebenbei, beim Training, auf Spaziergängen oder einfach als kleine Aufmerksamkeit. Dabei wird leicht vergessen, dass auch diese kleinen Mengen verdaut werden müssen.

Zwischen den Mahlzeiten gibt es im Dünndarm ein besonderes Bewegungsmuster, den sogenannten Migrating Motor Complex (MMC). Diese wellenförmigen Bewegungen transportieren unter anderem verbliebene Nahrungsreste und Bakterien weiter. Mit jeder Futteraufnahme wechselt der Darm jedoch wieder in sein Verdauungsprogramm, und die Reinigungsphase wird unterbrochen. Bekommt ein Hund ständig kleine Mengen Futter, kann dieser Prozess nicht mehr zuverlässig ablaufen.

Auch im Ayurveda haben regelmäßige Mahlzeiten und ausreichende Pausen dazwischen eine wichtige Bedeutung. Eine Mahlzeit sollte vollständig verdaut sein, bevor die nächste folgt. Sonst trifft neues Futter auf halb Verdautes, und es kann sich Ama bilden, also unverdaute Rückstände, die die Verdauung zusätzlich belasten. Mehr dazu findest Du in meinem Artikel über Ama bei Hund und Pferd. Aus dieser Perspektive halte ich es gerade bei Hunden mit empfindlicher Verdauung für sinnvoll, nicht ständig kleine Futtermengen anzubieten.

Hinzu kommt, dass viele Leckerchen und Kauartikel zusätzliche Eiweißquellen, Fett oder schwer verdauliches Bindegewebe enthalten. Das kann die Verdauung belasten und die Beurteilung der Futterverträglichkeit erschweren.

Natürlich müssen Leckerchen nicht grundsätzlich vom Speiseplan verschwinden. Aber ich finde, wir sollten uns häufiger fragen, wie viele davon ein Hund tatsächlich braucht. Denn Erziehung und Beschäftigung funktionieren auch, ohne dass ständig etwas im Hundemagen landet.

Wenn Du Dich näher mit diesem Thema beschäftigen möchtest, findest Du in meinem Artikel über Leckerchen und Kauartikel weitere Informationen.

Warum Geduld bei der Fütterung so wichtig ist

Gerade bei chronischen Darmerkrankungen dauert es oft eine Weile, bis sich beurteilen lässt, ob eine Ernährungsumstellung hilfreich ist. Und ich weiß, wie schwer es ist, in dieser Zeit geduldig zu bleiben. Doch der Organismus braucht Zeit, um sich zu regenerieren und die neuen Impulse zu verarbeiten. Dabei kann es auch vorkommen, dass die Verdauung in den ersten Tagen etwas schwankt.

Werden innerhalb kurzer Zeit mehrere Futtermittel, Ergänzungen oder andere Maßnahmen verändert, lässt sich häufig kaum noch nachvollziehen, worauf der Hund wirklich reagiert. Und wird jeder neue Ansatz sofort wieder verworfen, bleibt am Ende kaum ein Weg übrig, dem man folgen kann. Deshalb ist es sinnvoll, einer Veränderung Zeit zu geben, bevor die nächste folgt, und den Verlauf in dieser Zeit aufmerksam zu beobachten.

Geduld bedeutet allerdings nicht, an einem Weg festzuhalten, der offensichtlich nicht passt. Auch ich kann nicht in die Glaskugel schauen und vorher sicher sagen, wie ein Hund auf eine Umstellung reagiert. Auch wenn ich mir manchmal nichts mehr wünsche, als das. ☺️

Verschlechtern sich die Beschwerden deutlich oder halten sie über mehrere Tage an, braucht es eine neue Einschätzung. Wichtig ist dann, die nächsten Schritte gemeinsam abzusprechen, statt eigenständig zu verändern. So bleibt auch für mich nachvollziehbar, was hilft und was nicht.

Eine individuell passende Ernährung kann viel bewirken. Sie ist jedoch nicht bei jedem Hund die alleinige Lösung. Bei manchen chronischen Darmerkrankungen braucht es weitere Maßnahmen, um die Beschwerden ausreichend zu kontrollieren.

Jack Russell Terrier liegt entspannt auf dem Bett, die Hand seiner Halterin ruht auf seinem Kopf

Welche Möglichkeiten gibt es, einen Hund mit IBD zu unterstützen?

Bei IBD gibt es selten die eine Maßnahme, die alles löst. Meist braucht es mehrere Bausteine, die zum jeweiligen Hund passen und aufeinander abgestimmt sind. Die Ernährung ist dabei die Grundlage. Je nach Verlauf kommen Medikamente, eine naturheilkundliche Begleitung oder beides hinzu.

Was die Tiermedizin einsetzt

Die medikamentöse Versorgung liegt in tierärztlicher Hand. Trotzdem ist es hilfreich zu wissen, was eingesetzt wird und warum:

  • Cortison wie Prednisolon oder Budesonid dämpft die überschießende Immunreaktion im Darm. Bevor es eingesetzt wird, sollte ein Lymphom ausgeschlossen sein, weil Cortison dessen spätere Diagnose erschweren kann. Bei schweren Verläufen können weitere Medikamente hinzukommen, die das Immunsystem regulieren.

  • Antibiotika werden heute bei chronischem Durchfall deutlich zurückhaltender eingesetzt als früher (Cerquetella und andere, 2020), weil sie das Darmmikrobiom stark verändern. Eine Ausnahme ist die granulomatöse Colitis bei jungen Boxern und Französischen Bulldoggen, bei der bestimmte Bakterien in die Darmwand eindringen und ein gezielt ausgewähltes Antibiotikum notwendig ist.

  • Vitamin B12 wird ergänzt, wenn der Wert im Blut zu niedrig ist. In welcher Form das geschieht, legt dein Tierarzt oder deine Tierärztin fest.

  • Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen können in akuten Phasen entlasten.

Ein wichtiger Punkt hierzu: Medikamente, vor allem Cortison, sollten nie eigenständig abgesetzt werden. Cortison muss langsam ausgeschlichen werden, weil der Körper Zeit braucht, seine eigene Produktion wieder aufzunehmen. Wenn Du den Eindruck hast, dass ein Medikament nicht hilft oder nicht vertragen wird, sprich das bitte mit Deiner Tierärztin ab.

Wie eine naturheilkundliche Begleitung unterstützen kann

Eine naturheilkundliche Begleitung kann die tierärztliche Versorgung ergänzen. Sie ersetzt keine notwendige Diagnostik und keine Medikamente, wenn diese gebraucht werden. Ihre Stärke liegt darin, den ganzen Hund in den Blick zu nehmen und die Verdauung Schritt für Schritt zu stärken.

Dabei hat sich für mich eine bestimmte Reihenfolge bewährt, die auch in vielen meinen Fachquellen übereinstimmend so beschrieben wird:

  1. Die Darmschleimhaut beruhigen und schützen, zum Beispiel mit pflanzlichen Schleimstoffen, die sich wie ein schützender Film auf die Schleimhaut legen.

  2. Die Verdauungskraft unterstützen, etwa mit Bitterstoffen, die die Bildung von Verdauungssäften anregen, oder bei Bedarf auch mit Verdauungsenzymen.

  3. Erst dann das Darmmikrobiom aufbauen, zuerst mit Präbiotika, also Ballaststoffen, die den nützlichen Darmbakterien als Nahrung dienen, und danach mit Probiotika.

  4. Stress reduzieren, durch einen ruhigen, verlässlichen Tagesablauf, ausreichend Ruhephasen und eine entspannte Fütterungssituation.

Wie schnell diese Schritte aufeinander folgen und welche Mittel infrage kommen, hängt vom einzelnen Hund ab. Bei manchen ist die Schleimhaut so gereizt, dass schon ein zu früh gegebenes Probiotikum die Beschwerden verstärken kann.

Was Du dabei beachten solltest

Auch natürliche Mittel können Wechselwirkungen haben. Heilerde, Zeolith und ähnliche Stoffe zum Beispiel, binden im Darm unspezifisch, also auch Nährstoffe, Vitamine und Medikamente. Sie sollten deshalb immer mit zeitlichem Abstand zu anderen Mitteln gegeben werden und nicht mehrere davon gleichzeitig.

Am besten funktioniert die Begleitung, wenn alle Beteiligten voneinander wissen. Erzähl Deiner Tierärztin, was Du naturheilkundlich gibst, und Deiner Tierheilpraktikerin, welche Medikamente Dein Hund bekommt. So lassen sich die Bausteine sinnvoll aufeinander abstimmen.

Wie ich die ayurvedische Sichtweise in diese Begleitung einbeziehe, beschreibe ich weiter unten.

Warum kommt es bei IBD immer wieder zu Rückfällen?

Rückfälle gehören bei IBD leider zum Krankheitsbild. Die Erkrankung verläuft bei vielen Hunden in Schüben, und selbst wenn alles gut abgestimmt ist, kann es zwischendurch wieder zu einem neuen Schub kommen. Das ist für Halterinnen oft zermürbend, besonders wenn es vorher eine Weile gut lief. Ein Rückfall bedeutet allerdings nicht, dass alles umsonst war. Wer genau hinschaut, stellt nach einer Weile der Unterstützung manchmal fest, dass die Schübe weniger heftig verlaufen oder die Abstände dazwischen größer werden.

Welche Auslöser einen Schub begünstigen können, habe ich weiter oben bei den Symptomen beschrieben. Darüber hinaus gibt es einige Gründe, warum Rückfälle bei IBD so häufig sind.

Wenn die Beschwerden nachlassen, braucht der Darm dennnoch Zeit

Dass der Kot wieder gut aussieht, heißt nicht unbedingt, dass die Darmschleimhaut schon vollständig erholt ist. Die Entzündung kann noch eine Weile weiterbestehen, auch wenn sie keine sichtbaren Beschwerden mehr macht. Die Regeneration der Schleimhaut braucht Zeit, bei schweren Verläufen manchmal Monate bis hin zu ein bis zwei Jahren.

Gerade in dieser Phase ist die Versuchung groß, wieder zur alten Routine zurückzukehren: das frühere Futter, die gewohnten Kauartikel, ein paar Leckerchen mehr. Das ist sehr verständlich, denn nach Wochen voller Sorge möchte man dem Hund etwas Gutes tun. Für einen Darm, der noch nicht stabil ist, kann aber schon eine kleine Veränderung zu viel sein. Deshalb lohnt es sich, Lockerungen langsam und einzeln vorzunehmen.

Stress und die Verbindung zwischen Darm und Gehirn

Darm und Gehirn stehen über Nerven, Botenstoffe und das Immunsystem in ständigem Austausch. Fachleute sprechen von der Darm-Hirn-Achse. Anhaltender Stress kann über diesen Weg die Darmbewegungen, die Durchblutung der Schleimhaut und das Darmmikrobiom beeinflussen und so einen neuen Schub begünstigen. Wie eng Stress und Verdauung zusammenhängen, beschreibe ich ausführlich in meinem Artikel Darm im Stress.

Dabei geht es nicht nur um große Ereignisse wie einen Umzug oder einen Klinikaufenthalt. Auch viele kleine Belastungen im Alltag können sich summieren, etwa ein unruhiger Tagesablauf, zu wenig Ruhephasen oder Spannungen im Umfeld des Hundes. Manchmal gehört auch die eigene Sorge dazu, wenn man den Hund ständig mit Argusaugen beobachtet. Das ist an dieser Stelle ganz liebevoll gemeint, denn ich kenne das auch von mir selbst. Eine schwedische Studie hat gezeigt, dass sich das Stressniveau von Hunden und ihren Halterinnen über längere Zeit angleichen kann (Sundman und andere, 2019).

Ein Hund mit einer chronischen Erkrankung belastet auch seine Menschen, und Sorge ist eine ganz natürliche Reaktion. Es hilft aber, sich immer wieder bewusst zu machen, dass auch der Hund auf unsere Sorge reagiert. Deshalb ermutige ich meine Kundinnen, auch gut für sich selbst zu sorgen und eine eigene Routine zu finden, die ihnen guttut und das Nervensystem für eine Weile zur Ruhe kommen lässt.

Ein Beschwerdetagebuch hilft, Muster zu erkennen

Rückfälle wirken oft so, als kämen sie aus dem Nichts. Wer über einige Wochen Notizen macht, erkennt aber häufig Zusammenhänge, die im Alltag untergehen. Hilfreich ist es, täglich kurz festzuhalten:

  • was Dein Hund gefressen hat, einschließlich Leckerchen und Kauartikel

  • wie der Kot aussah und wie oft er abgesetzt wurde

  • wie sich Dein Hund verhalten hat, etwa unruhig, zurückgezogen oder besonders schreckhaft

  • besondere Ereignisse wie Besuch, Reisen, Hitze oder Tierarztbesuche

  • welche Medikamente oder Ergänzungen er bekommen hat

Damit Du nicht bei null anfangen musst, habe ich ein kostenloses Darm-Tagebuch für Deinen Hund erstellt. Es begleitet Dich vier Wochen lang und bietet Platz für Deine täglichen Beobachtungen.



Ein solches Tagebuch hilft Dir, Deinen Hund besser zu verstehen. Und es ist eine wertvolle Grundlage für die Zusammenarbeit mit Deiner Tierärztin oder Tierheilpraktikerin, weil sich Entscheidungen dann auf beobachtete Verläufe stützen statt auf Erinnerungen.

Wie Du einen Rückfall einordnen kannst

Bei IBD lohnt es sich, den Verlauf über Monate zu betrachten und nicht von Woche zu Woche. Ein realistisches Ziel ist, dass die stabilen Phasen länger werden und die Schübe seltener und milder verlaufen. Wenn das gelingt, ist schon viel erreicht, auch wenn es zwischendurch Rückschläge gibt.

Weicht ein Schub deutlich von den bisherigen ab, ist er stärker oder dauert er länger als sonst, gehört er tierärztlich abgeklärt. Woran Du das erkennst, habe ich weiter oben beschrieben.

Französische Bulldogge liegt müde in ihrem Körbchen, ein Hund mit chronischer Darmentzündung (IBD) braucht viel Ruhe

Ein Hund mit chronischer Darmentzündung braucht viel Ruhe

IBD beim Hund aus ayurvedischer Sicht

Die Tiermedizin fragt vor allem, welche Erkrankung hinter bestimmten Beschwerden steckt und worauf ein Hund gut anspricht. Der Ayurveda stellt eine andere Frage in den Mittelpunkt: Wie verarbeitet dieser Hund seine Nahrung, und welche Muster zeigen sich in seinen Beschwerden? Diese Sichtweise ersetzt keine tiermedizinische Diagnose. Sie kann aber helfen, einen Hund in seiner gesamten Eigenart zu verstehen und ihn somit gezielter zu unterstützen.

Der Dünndarm als Sitz des Verdauungsfeuers

Im klassischen Ayurveda wird der Dünndarm als Grahani beschrieben. Das bedeutet so viel wie „der Festhaltende“, denn hier wird die Nahrung so lange gehalten, bis sie verdaut ist. Grahani gilt als Sitz von Agni, dem Verdauungsfeuer. Ist die Funktion dieses „Organs“ dauerhaft gestört, beschreiben die alten Texte einen wechselnden Stuhl, mal fest, mal flüssig, zusammen mit Schwäche und Abmagerung. Dieses Bild erinnert stark an die chronische Entzündung des Dünndarms, wie wir sie aus westlicher Sicht beschreiben.

Welches Dosha in welchem Darmabschnitt wirkt

Nach der Tierayurveda-Lehre von Theresa Rosenberg lassen sich die Abschnitte des Verdauungstrakts den drei Doshas zuordnen:

  • Kapha hat seinen Sitz im Magen. Ist Kapha erhöht, zeigt sich das etwa in träger Verdauung, weichem Kot oder Erbrechen.

  • Pitta wirkt im Dünndarm. Pitta ist heiß, flüssig und sauer. Ist es erhöht, kommt es eher zu Durchfall und Problemen bei der Aufnahme von Nährstoffen.

  • Vata wirkt im Dickdarm. Vata ist trocken und beweglich. Ist es erhöht, wechseln sich Verstopfung und weicher Kot ab, und es kommt zu Blähungen und Krämpfen.

Damit lässt sich die Unterscheidung zwischen Dünndarm- und Dickdarmbeschwerden, die ich weiter oben beschrieben habe, auch ayurvedisch lesen: Beschwerden im Dünndarm weisen eher auf Pitta hin, Beschwerden im Dickdarm eher auf Vata.

Drei Muster, die sich bei IBD zeigen können

In der Praxis überlagern sich die Doshas oft. Trotzdem lassen sich typische Muster erkennen:

  • Pitta-Muster: Blut oder Schleim im Kot, starker Drang, ein saurer oder stechender Geruch, vermehrter Durst und eine gewisse Reizbarkeit. Hier steht die aktive Entzündung im Vordergrund. Dass manche Hunde in diesem Sommer bei anhaltender Hitze mit einem Schub reagiert haben, passt zu diesem Bild, denn Hitze verstärkt Pitta.

  • Vata-Muster: wechselnde Kotkonsistenz, Krämpfe und Blähungen, ein deutlich schubweiser Verlauf und ein enger Zusammenhang mit Stress. Diese Hunde sind oft schreckhaft, empfindlich gegenüber Kälte und Geräuschen und verlieren leicht an Gewicht. Die Verhaltensänderungen, die einen Schub ankündigen können, zeigen sich bei ihnen besonders deutlich.

  • Kapha-Muster: viel Schleim ohne Blut, eine träge Verdauung, ein Gefühl von Schwere und morgens wenig Appetit, manchmal mit schaumigem Erbrechen.

Häufig ist Vata die treibende Kraft hinter den Schüben, Pitta zeigt sich in der akuten Entzündung, und Kapha in der vermehrten Schleimbildung, mit der sich der Darm schützt.

Agni, die Verdauungskraft, bei IBD

Im Ayurveda werden drei Formen einer gestörten Verdauungskraft unterschieden, die jeweils einem Dosha zugeordnet sind:

  • Vishamagni, die unregelmäßige Verdauungskraft, gehört zu Vata. Die Verdauung ist an manchen Tagen gut, an anderen reagiert der Hund schon auf kleine Veränderungen im Tagesablauf. Dieses Bild zeigt sich bei vielen Hunden mit schubweisem Verlauf.

  • Tikshnagni, die zu scharfe Verdauungskraft, gehört zu Pitta. Typisch sind Heißhunger bei gleichzeitigem Gewichtsverlust und eine Neigung zu entzündlichen Beschwerden.

  • Mandagni, die schwache Verdauungskraft, gehört zu Kapha. Sie zeigt sich in einer trägen Verdauung und unverdauten Futterresten im Kot.

Wird die Nahrung nicht vollständig verdaut, kann sich Ama bilden, also unverdaute Rückstände, die die Verdauung zusätzlich belasten. Was Ama genau ist und woran man es erkennt, beschreibe ich in meinem Artikel über [Ama bei Hund und Pferd].

Auch der Darm hat eine Seele

Ein Gedanke aus dem Tierayurveda begleitet mich in meiner Arbeit besonders: „Auch der Darm hat eine Seele.“ Der Ayurveda betrachtet Körper und Geist als Einheit. Gerade Vata bewegt sich auch auf der geistigen Ebene, und innere Unruhe kann sich direkt auf den Darm übertragen. Das deckt sich mit dem, was die Tiermedizin über die Darm-Hirn-Achse weiß.

Für die Begleitung bedeutet das: Ein ruhiger Tagesablauf, feste Fütterungszeiten und eine entspannte Fütterungssituation sind keine Nebensache, sondern ein fester Teil der Unterstützung. Und ich kann es nicht oft genug betonen: Meiner Erfahrung nach sind sie oft sogar der Wendepunkt im Verlauf.

Was das für die Begleitung bedeutet

Aus ayurvedischer Sicht wird jeder Hund nach seiner Konstitution unterstützt. Einige Grundsätze gelten dabei jedoch für fast alle Hunde mit empfindlicher Verdauung:

  • Fütterung zu festen Zeiten, denn Agni folgt einem inneren Rhythmus

  • warmes, leicht verdauliches Futter, gern in breiiger oder suppiger Form vor allem in akuten Phasen

  • Fressen in Ruhe, ohne Ablenkung und ohne Hektik

  • keine ungünstigen Kombinationen, etwa Milchprodukte zusammen mit Fleisch oder Obst

Darüber hinaus richtet sich die Begleitung nach dem Dosha-Muster. Bei einem Pitta-Muster stehen kühlende und schleimhautschützende Maßnahmen im Vordergrund, erhitzende Gewürze werden vermieden. Bei einem Vata-Muster helfen Wärme, Regelmäßigkeit und eine befeuchtende Fütterung. Bei einem Kapha-Muster wird das Verdauungsfeuer sanft angeregt.

Interessant ist, dass die ayurvedische Reihenfolge, zuerst das Verdauungsfeuer zu stabilisieren und erst danach zu nähren, gut mit dem übereinstimmt, was auch die tierärztlichen Fachquellen empfehlen: zuerst die Schleimhaut, dann die Verdauungskraft, dann das Darmmikrobiom.

Welche Prognose haben Hunde mit IBD?

Die Frage nach der Prognose ist oft die, die Halterinnen am meisten beschäftigt, auch wenn sie sie nicht immer aussprechen. Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, denn der Verlauf hängt stark davon ab, um welche Form es sich handelt und wie früh sie erkannt wird. Vieles spricht aber für Zuversicht.

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei IBD?

Viele Hunde mit einer chronischen Darmentzündung leben über Jahre mit guter Lebensqualität. Besonders gut sind die Aussichten bei der futterresponsiven Form, die zugleich die häufigste ist. Ist das passende Futter gefunden, bleiben viele dieser Hunde langfristig stabil (Jergens und Heilmann, 2022).

Hunde, die auf Medikamente wie Cortison angewiesen sind, brauchen häufig eine längere oder dauerhafte Unterstützung. Auch bei ihnen lässt sich der Verlauf oft gut stabilisieren. Bei einem Teil der Hunde sprechen die Beschwerden allerdings auch auf Medikamente nur unzureichend an. In der Fachliteratur wird dieser Anteil unter den Hunden, die Cortison oder ähnliche Medikamente benötigen, mit 15 bis 43 Prozent angegeben. Für diese Hunde ist der Weg meist länger und braucht besonders viel Geduld.

IBD ist in den meisten Fällen eine Erkrankung, die bleibt und dauerhaft begleitet werden muss. Das bedeutet aber nicht, dass ein Hund dauerhaft Beschwerden haben muss.

Gibt es ein Endstadium bei IBD?

Ein festes Endstadium wie bei manchen Organerkrankungen gibt es bei IBD nicht. Die Erkrankung kann aber unterschiedlich schwer verlaufen. Als Zeichen für einen schwereren Verlauf gelten:

  • ein deutlicher, fortschreitender Gewichtsverlust

  • ein niedriger Albuminwert im Blut, der auf einen Eiweißverlust über den Darm hinweist

  • eine hohe Krankheitsaktivität mit häufigen und starken Schüben

Treten diese Zeichen auf, ist eine enge tierärztliche Begleitung wichtig, denn gerade ein Eiweißverlust über den Darm sollte frühzeitig erkannt werden.

In seltenen, sehr schweren Verläufen kann irgendwann die Frage im Raum stehen, wie viel Lebensqualität für einen Hund noch möglich ist. Das ist eine der schwersten Fragen, die man sich als Halterin stellen kann. Sie muss nicht allein beantwortet werden, sondern gehört in ein offenes Gespräch mit der Tierärztin.

Was ein realistisches Ziel sein kann

Bei IBD geht es selten darum, dass alle Beschwerden für immer verschwinden. Ein realistisches Ziel ist ein stabiler Verlauf: längere Phasen ohne Beschwerden, mildere und seltenere Schübe, ein stabiles Gewicht und ein Hund, der sein Leben mit Freude führen kann. Wenn das gelingt, ist viel erreicht.

Dafür braucht es meist mehrere Bausteine, die zum jeweiligen Hund passen, und die Bereitschaft, den Verlauf über Monate zu betrachten. Ein Beschwerdetagebuch, eine sorgfältig abgestimmte Fütterung und eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten sind dabei wertvolle Begleiter.

Wie ich Hunde mit chronischen Darmbeschwerden begleite

Wenn eine Halterin mit einem Hund mit IBD zu mir kommt, liegt oft schon ein langer Weg hinter beiden. Es gab Untersuchungen, Futterwechsel, Medikamente und viele Hoffnungen. Deshalb beginne ich nie beim Kot allein, auch wenn er natürlich wichtig ist.

Wie ich mir ein Bild von Deinem Hund mache

Der Kot zeigt, wie es dem Darm im Moment geht. Für eine sinnvolle Begleitung brauche ich aber das ganze Bild. Mich interessieren deshalb:

  • die gesamte Krankengeschichte und der zeitliche Verlauf der Beschwerden

  • die bisherige Fütterung, alle Futterwechsel und wie Dein Hund darauf reagiert hat

  • vorliegende Befunde aus Blut- und Kotuntersuchungen und alle bisherigen Medikamente

  • die individuelle Verträglichkeit einzelner Futtermittel und Ergänzungen

  • Stress, Lebensumstände und Veränderungen im Alltag

  • die ayurvedische Konstitution Deines Hundes und das Muster, das sich in seinen Beschwerden zeigt

In der ayurvedischen Konstitutions- und Gesundheitsanalyse verbinde ich diese Informationen mit dem, was ich selbst beobachte: wie Dein Hund sich verhält, wie seine Zunge aussieht und sich sein Puls unter meinen Fingern anfühlt, wie stark seine Verdauungskraft ist und ob sich Ama zeigt. Daraus entsteht ein Bild, das sich nicht in Laborwerten allein ausdrücken lässt.

Wenn Du wissen möchtest, wie eine Konstitutions- und Gesundheitsanalyse bei mir abläuft, findest Du alles dazu in diesem Artikel: Ayurvedische Tiergesundheitsanalyse: vom Ersttermin zum individuellen Plan

Kleine Schritte und gute Zusammenarbeit

In der Begleitung gehe ich bewusst in kleinen Schritten vor. Meist verändern wir eine Sache und beobachten, wie Dein Hund darauf reagiert, bevor die nächste folgt. So bleibt nachvollziehbar, was hilft. Ich bespreche den Verlauf regelmäßig mit Dir und passe die Empfehlungen an, wenn es nötig ist.

Die tierärztliche Versorgung bleibt dabei ein wichtiger Teil. Ich verstehe meine Begleitung als Ergänzung und halte es für sinnvoll, wenn Tierärztin und Tierheilpraktikerin voneinander wissen. Und ich verspreche keine schnellen Lösungen.

Was ich versprechen kann, ist, dass ich Deinen Hund mit Sorgfalt und Geduld begleite und gemeinsam mit Dir nach dem Weg suche, der zu ihm passt.

Häufige Fragen zu IBD beim Hund

 

Begleitung für Deinen Hund mit IBD

IBD ist eine Erkrankung, die Geduld braucht, und oft einen genauen Blick auf den einzelnen Hund. Die Ernährung, die Darmschleimhaut, die Verdauungskraft und der Alltag spielen dabei zusammen. Wenn Du Dir für diesen Weg Unterstützung wünschst, gibt es zwei Möglichkeiten:

Erste Orientierung: der kostenlose Dosha-Check
Mit dem Dosha-Check bekommst Du einen ersten Eindruck davon, welche Konstitution Dein Hund hat und welches Muster sich in seiner Verdauung zeigen könnte.
Zum kostenlosen Dosha-Check

Individuelle Begleitung: die telefonische Ersteinschätzung
In einem ersten Telefonat sprechen wir über Deinen Hund, seine Vorgeschichte und das, was Du Dir wünschst. Danach weißt Du, ob eine ayurvedische Konstitutions- und Gesundheitsanalyse oder eine Ernährungsberatung der passende nächste Schritt für Euch ist.
Zur telefonischen Ersteinschätzung

Wenn Du Dich weiter mit der Verdauung von Hund und Pferd beschäftigen möchtest, lade ich Dich herzlich zu meinem Newsletter ein. Dort teile ich regelmäßig neue Artikel, Beobachtungen aus meiner Praxis und kleine Impulse für den Alltag.


Quellennachweis:

Bildnachweis: Die Bilder in diesem Artikel stammen aus der Canva-Bibliothek oder aus meiner eigenen Praxis.
Fachliteratur und Studien
Fortbildungen und Seminare
  • Rosenberg T: Seminar „Ayurveda bei Verdauungsstörungen des Tieres“, Ayurveda Praxis Rosenberg für Mensch und Tier
  • Schatz K: Webinar „IBD – Wege aus dem Labyrinth“, THP-Schule Swanie Simon
  • Schatz K: Webinar „Fütterungsmaßnahmen für eine optimale Magen-Darm-Gesundheit bei Hund und Katze“ (2021)
  • Wadehn U: Skript und Seminar „IBD – Chronisch-entzündliche Darmerkrankung“, Barf-Gut Akademie (2019)
  • Wesendahl R: Webinar „Darmtherapie ohne Darmflorascreening – wie kann sie gelingen?“, THP-Schule (2021)
Claudia Selic-Köhler

Claudia Selic-Köhler ist Tierheilpraktikerin sowie Ayurveda-Tiertherapeutin und Aromatherapeutin für Hunde und Pferde. Zusätzlich arbeitet sie als Ernährungsberaterin mit Schwerpunkt Hund. Sie ist mobil in Rheinberg, Kreis Wesel und am Niederrhein unterwegs.

In ihrer Arbeit verbindet sie naturheilkundliche Verfahren mit dem Wissen des Ayurveda, moderner Ernährungslehre und langjähriger praktischer Erfahrung. Ihr Schwerpunkt liegt auf chronischen Beschwerden, insbesondere im Bereich Verdauung, Stoffwechsel, Haut und stressbedingten Belastungen.

Sie arbeitet nicht symptomorientiert, sondern betrachtet Gesundheit als Zusammenspiel von Konstitution, Stoffwechsel, Nervensystem und Lebensumständen. Daraus entstehen individuelle Empfehlungen, die tragfähig sind und zum Tier passen – nicht umgekehrt.

Claudia begleitet Tierhalter:innen überwiegend in Einzelsitzungen und legt großen Wert darauf, Zusammenhänge verständlich und nachvollziehbar zu erklären. Ihre Arbeit ist geprägt von Sorgfalt, fachlicher Tiefe und einer respektvollen Haltung gegenüber Tier und Mensch.

Auf ihrem Blog teilt sie Fachwissen, Erfahrungen aus der Praxis und Gedanken zu Ayurveda, Ernährung, Aromatherapie und ganzheitlicher Tiergesundheit.

https://www.ayurveda-und-tiernaturheilkunde.de
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Ama bei Hund und Pferd: was bedeutet der Begriff im Ayurveda?